KI-Use-Cases priorisieren: Die Aufwand-Wirkung-Matrix für den Betrieb
Nach dem ersten KI-Workshop stehen zwanzig Ideen an der Wand. Die falsche Wahl kostet ein Jahr und das interne Vertrauen. Die richtige braucht zwei Fragen pro Idee.
Die zwei Achsen
Bewerten Sie jede Idee nach Wirkung, eingesparte Stunden mal Vollkostensatz plus vermiedene Fehler, und nach Aufwand: Datenlage, Schnittstellen, Berechtigungen, Change. Wichtig ist die Datenfrage: Ein Use Case, dessen Daten heute niemand pflegt, wandert automatisch nach hinten.
Die vier Quadranten
- Hohe Wirkung, niedriger Aufwand: sofort starten, das ist Ihr Pilot
- Hohe Wirkung, hoher Aufwand: zerlegen, oft steckt ein schlanker Kern darin
- Niedrige Wirkung, niedriger Aufwand: als Quick Win mitnehmen, aber nicht als Leuchtturm verkaufen
- Niedrige Wirkung, hoher Aufwand: streichen, ohne schlechtes Gewissen
Der häufigste Gewinner
In Industriebetrieben landet fast immer derselbe Fall oben rechts: Wissen abrufbar machen. Die Daten existieren bereits, in Ordnern, Systemen und Postfächern, die Wirkung ist mit Suchzeit-Messung sofort belegbar, und der Aufwand ist mit lesender Anbindung überschaubar. Deshalb ist es so oft der Startpunkt, wie bei TROESTER, wo daraus 76 Minuten statt 6 Stunden Lösungszeit wurden.
Die Matrix füllt sich übrigens schneller mit Zahlen als mit Meinungen: Unsere Checks liefern die Wirkungsschätzung je Bereich in fünf Minuten.
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