ESG

Science Based Targets: Warum das Reduktionsziel leicht formuliert, aber schwer nachgehalten ist

07.07.2026 · 8 Min · skillbyte Redaktion

Ein Reduktionsziel von 42 Prozent bis 2030 lässt sich schnell in eine Pressemitteilung schreiben. Ob das Unternehmen tatsächlich auf diesem Pfad liegt, lässt sich aber nur beantworten, wenn Scope 1, 2 und 3 laufend und nicht nur einmal im Jahr rückblickend gemessen werden.

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Ein Reduktionsziel ist leicht formuliert, schwer nachgehalten

Bei der Science Based Targets initiative reicht es nicht, ein ambitioniertes Ziel einzureichen und validieren zu lassen. Die Initiative verlangt eine regelmäßige Fortschrittsberichterstattung, und genau hier zeigt sich, ob die zugrunde liegende Datenbasis trägt. Viele Unternehmen berechnen ihre Emissionsbilanz einmal im Jahr rückblickend, was bedeutet, dass Abweichungen vom Zielpfad erst entdeckt werden, wenn das Jahr bereits vorbei ist und keine Korrektur mehr möglich war.

Besonders Scope 3 macht dabei Probleme, weil ein großer Teil der Emissionen bei Lieferanten entsteht und meist nur über grobe Ausgabenwerte hochgerechnet wird. Solche Schätzungen schwanken je nach verwendetem Emissionsfaktor erheblich, was die Zielverfolgung unzuverlässig macht und bei einer Prüfung schnell auffällt.

Ein Klimaziel, das nur einmal im Jahr rückblickend gemessen wird, ist kein Steuerungsinstrument, sondern ein Prüfbericht.

Warum die Zielverfolgung in der Praxis stockt

Die jährliche Neuberechnung bindet in vielen Unternehmen mehrere Wochen Arbeitszeit im Controlling oder in der Nachhaltigkeitsabteilung, weil Daten aus Energieabrechnungen, Fuhrpark, Produktionsmengen und Lieferantenangaben von Hand zusammengetragen werden. Bis das Ergebnis vorliegt, ist ein Großteil des Berichtsjahres bereits verstrichen, und Gegensteuerung ist kaum noch möglich.

  • Monatliche statt jährliche Aktualisierung der Scope-1- und Scope-2-Basisdaten
  • Laufende statt einmalige Hochrechnung der Scope-3-Emissionen aus Lieferantendaten
  • Automatischer Abgleich des Ist-Werts mit dem definierten Reduktionspfad
  • Frühwarnung bei Abweichungen, statt Feststellung erst im Jahresbericht

Kontinuierliches Tracking statt Jahresrückblick

Wenn Energie-, Produktions- und Lieferantendaten automatisiert und laufend erfasst werden, lässt sich der Zielpfad monatlich statt jährlich prüfen, und Abweichungen fallen auf, während noch gegengesteuert werden kann. Wie sich Scope-3-Emissionen aus Lieferkettendaten methodisch belastbar berechnen lassen, beschreibt Scope-3-Emissionen berechnen. Wer eine erste Einschätzung der eigenen Datenreife will, findet sie in unserer Planung.

Wer den Zielpfad nur einmal im Jahr misst, erfährt eine Abweichung immer erst, wenn sie schon nicht mehr korrigierbar ist.

Häufige Fragen

Ist eine SBTi-Validierung für den CSRD-Bericht verpflichtend?

Nein, die Validierung ist freiwillig, wird aber von Investoren und Kunden zunehmend als Qualitätsnachweis erwartet.

Wie oft muss der Fortschritt an SBTi gemeldet werden?

Mindestens jährlich, viele Unternehmen berichten aber häufiger, um intern frühzeitig gegensteuern zu können.

Wissen Sie heute schon, ob Sie im Reduktionspfad liegen?

Der ESG-Check zeigt, wo Ihre Zielverfolgung noch auf Jahresrückblicken statt laufenden Daten basiert.

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